Presseberichte

Testen statt "Trial and Error"

Keinerlei Erfahrung bei der SEPA-Lastschrift-Option COR1

Unternehmen, Vereinen und Behörden steht seit Montag dieser Woche mit COR1 die Möglichkeit einer SEPA-Basis-Lastschrift mit verkürzter Einreichungsfrist für den innerdeutschen Zahlungsverkehr zur Verfügung.Bisher waren die Bankkunden gezwungen, ihre Folgelastschriften mit einer Vorlauffrist von zwei, ihre Einmal- und Erstlastschriften sogar mit einer Vorlauffrist von fünf Tagen bei der Bank einzureichen. Je nach Vereinbarung zwischen Bank und Kunde können die Vorlauffristen für die Einreichung auch bis zu sieben Tage betragen. Mit COR1 können Unternehmen ihre Einreichungsfristen unabhängig vom Sequence Type auf einen Tag verkürzen. Ein entscheidender Zeitvorsprung, wodurch Unternehmen weniger Working Capital zur Verfügung stellen müssen und ihr Finanzpolster schonen können.

Trotz Übereinkunft der deutschen Kreditwirtschaft vom November 2012, die alle Zahlungsdienstleister zur Annahme von SEPA-Lastschriften mit der Option COR1 verpflichtet, unterstützen 140 BIC's in Deutschland COR1 auch im Interbankenverhältnis nicht. Das hat zur Folge: Wird eine Basislastschrift COR1 auf ein Konto bei einer dieser Banken gezogen, wird sie häufig an den Einreicher zurückgegeben, anstatt sie als normale SEPA-Basislastschrift zu verarbeiten. Kann man das als kundenorientiert erachten?

Doch nicht nur Banken sind noch nicht vollständig auf COR1 vorbereitet, auch Unternehmen haben oft Nachholbedarf. Aufgrund der späten Einführung – kaum 59 Arbeitstage vor dem unwiderruflichen SEPA-Start am 1. Februar 2014 – stehen die Hersteller von Softwaresystemen, über die der Zahlungsverkehr in Unternehmen abgewickelt wird, erneut vor großen Herausforderungen. Vielerorts werden Stimmen laut, "dass man SEPA noch immer hinterherlaufe".

"Wer wissen will, ob die Kennzeichnung COR1 in der Lastschriftdatei auch wirklich von seinem IT-System verarbeitet und im Zahlungs-verkehrsprozess erkannt wird, sollte das jetzt testen", so Armin Gerhardt, Vorstandsvorsitzender der EFiS EDI Finance Service AG. Das SEPA-Testbanksystem des Dreieicher Zahlungsverkehrsspezialisten erlaubt als webbasierter Service in wenigen Schritten die Simulation des kompletten Prozesses von der Einreichung bis zur Verbuchung auf den Kontoauszügen, die an das kundenspezifische ERP-System zurückgegeben werden ­ ein Mehrwert für ERP-Hersteller wie auch für deren Kunden, die ihre Einzelanwendungen testen können.

Der Return-of-Invest einer solchen Testbankinstallation lässt sich schnell errechnen, wenn man bedenkt, dass mit COR1 zwischen Einreichen und Gutschrift bis zu sechs Valutatage eingespart werden können. Zudem gleicht die Option eher dem bisher bekannten Lastschrifteinzugsverfahren und das Unterscheiden zwischen Erst-, Einmallastschriften und Folgelastschriften ist nicht länger notwendig. Damit lässt sich die Komplexität der SEPA-Basislastschrift reduzieren.

Der Vorteil des webbasierten Testbanksystems von EFiS: Auftretende Fehler führen nicht zu teuren Retouren oder Zahlungsausfällen, vielmehr lassen sich anhand eines ausführlichen Fehlerprotokolls die Schwachstellen beheben. Der webbasierte Service des Dreieicher Zahlungsverkehrsspezialisten hilft somit sicherzustellen, dass alle IT-Systeme die Zahlungen richtig verbuchen können.