Aktuelles aus dem Zahlungsverkehr

Die Payments Konferenz der Euro Finance Week 2015

Instant Payments, paydirekt, Digitalisierung und Mobile. Diese und weitere Themen diskutierten die führenden Köpfe der Zahlungsverkehrsbranche am Mittwoch, den 18. November, auf der Euro Finance Week im Congress Center Messe Frankfurt.

Im Zahlungsverkehr gibt es noch reichlich zu tun

Auch wenn das Warten auf die SCT-inst (Instant SEPA Überweisung) Spezifikation die Befürchtungen eines Investitionsstaus schüren könnte, ist man sich einig: Im Zahlungsverkehr gibt es noch viel zu tun.

Mit der endgültigen Implementierung von IBANonly in sämtlichen Systemen der Unternehmen sowie der Umstellung von Scheck und Target auf XML werden die Todo-Listen der Zahlungsverkehrsverantwortlichen in Unternehmen nicht kürzer. Auch wenn es im Vergleich zur SEPA Migration in den letzten Jahren so wirkt, dass nur kleine Aufgaben anstehen, sollten diese gewiss nicht unterschätzt werden. Dies zeigen aktuelle Aussagen der Bundesbank, dass beispielsweise eine Konverter-Lösung für Target vom Tisch sei.


Payment wird ein eigenes Geschäftsfeld

Der Zahlungsverkehr war lange Zeit nur ein notwendiges Anhängsel sämtlicher Geschäftsprozesse, um eine wertmäßige Verrechnung von Leistungen vorzunehmen. Musste er zwar stets einwandfrei funktionieren, war seine Prägnanz und Wahrnehmung in den Köpfen von Verbrauchern und Unternehmen aber lange Zeit kaum vorhanden.

Mit innovativen Bezahlverfahren, insbesondere im B2C Bereich, hat sich dieses Bild gewandelt. Paypal, Yapital und Co. machen es vor, egal ob im Online Shop, im stationären Handel, mit dem PC oder dem Smartphone. Zurzeit ist viel Bewegung im Markt und die Anforderungen an Zahlungsverkehr sind unterschiedlich. Am POS beispielsweise ist dem Handel eine sofortige Zahlungsgarantie wichtig. Würden Applikationen weitere Mehrwerte bieten, wie beispielsweise einen elektronischen Tresor für Kassenbelege, machte es auch den Kunden Spaß, diese zu nutzen.

Eines bleibt aber bis jetzt sicher: Bislang kann kein Fintech ohne eine Bank existieren. Darauf sollten sich die Banken zwar nicht ausruhen, doch ganz so leicht wie vielleicht vermutet werden sie den Zahlungsverkehr und damit auch den Kunden wohl nicht hergeben.


B2B Bereich: Innovationspotential vorhanden - auch für mobile Lösungen

„Bunte Apps, eine intuitive Benutzerführung und innovative Technologien – das ist was für das Consumer Business, im Firmenkundengeschäft brauchen wir sichere, verfügbare und leistungsstarke Lösungen, die im Backoffice das Rückgrat der Banken und Unternehmen sind.“ Auch dieses bekannte Credo im B2B Zahlungsverkehr ist längst überholt und weicht neuem Innovationspotential. Zahlungen per Drag'n'Drop transferieren und dadurch Fraud und ungewollte Fehler vermeiden oder kritische Zahlungen im Vier-Augen-Prinzip bequem von unterwegs freigeben, eröffnen Unternehmen völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten von Prozessen und Arbeitsweisen. Die Potentiale müssen eben nur erkannt und genutzt werden. Ein enormes Potential bietet sicherlich auch die Blockchain, die mit Sicherheit losgelöst von ihrem in Verruf geratenen Pilotprojekt Bitcoin betrachtet werden und auf ihre Einsatzmöglichkeiten und Auswirkungen für das eigene Unternehmen untersucht werden muss.

Weitere Eindrücke und Bilder der Veranstaltung finden Sie unter Payments Konferenz 2015.